Dokumentieren und behalten

Schon wieder ein Fehlschlag? Das Rezept ist nicht richtig gut gelungen.

Wie auf dem Foto sieht es aus, aber das Besondere fehlt.  Das Rezept ist irgendwie fade.

Soll ich jetzt aufgeben?

Oder steckt mehr in dem Rezept?

Diese Frage habe ich mir oft gestellt. Und meistens, habe ich nicht aufgegeben. Rezepte haben viele Zutaten und Möglichkeiten etwas falsch zu machen. Jeder Schritt der Zubereitung sollte richtig ausgeführt werden. Das Küchenexperiment geht mal schief oder eine falsche Zutat oder Menge wird verwendet.

Dies ist kein Grund das Rezept nicht zu mögen. Die Art wie es gemacht wurde, könnte falsch sein. Ein neues Rezept oder eine Verbesserung kann dich zum Ziel bringen.

Ein Beispiel: Wenn du ein Brot backst wie z.B. ein Foccacia und es dir misslingt. Gib nicht auf. Nimm dir ein neues Foccacia Rezept und arbeite weiter an dem Ziel ein perfektes Foccacia zu machen. Mach es würziger oder den Teig lockere oder füge Zutaten hinzu usw…  

Wie werde ich besser bzw. wie verliere ich nicht die Lust?

Klar durch Übung und viel Erfahrung entstehen weniger Fehler. Leider haben Hobby-Köche nicht viel Zeit, um ständig an den Gerichten zu arbeiten. Oft werden Lieblingsrezepte über Jahre verfeinert bis sie endlich gut sein.

Für mich war es wichtig eine perfekte Pizza zu machen. Ich kombinierte über viele Jahre verschiedene Mehlsorten, Rezepte und Käsesorten bis ich mein Lieblingsrezept fand. Es ist eine Kombination aus einem guten Teig, der Sauce, dem Belag und dem Backen im Ofen. Also eigentlich alles. Wie kompliziert dies ist und wie detailliert merkst du erst, wenn du es angehst.

Ich habe es geschafft und freue mich immer meine Lieblingspizza zu machen, die viel besser schmeckt als jede gekaufte Pizza. Für mich hat sich der Aufwand gelohnt, der spaßig aber auch enttäuschend war. Viele Pizzen sind anfänglich richtig mies gewesen.

Dokumentieren und behaltenDamit deine Erfahrung nicht verloren geht rate ich dir alles zu dokumentieren. Es hört sich jetzt nach viel Arbeit an, ist es aber nicht. Nachdem du dein Rezept zubereitet hast,  schreibe auf was dir an dem Rezept gefällt und was du das nächste Mal besser machst. Markiere neue Zutaten oder neue Mengenangaben. Schreibe auf welche Schritte du verbessern willst. Glaube mir, wenn du es nicht aufschreibst, wirst du nicht besser. Du wirst es bis zum nächsten Mal vergessen und du musst diese Erfahrung noch einmal machen. Somit ist der Fortschritt gleich Null.

Wann soll ich aufgeben?

Ein Gericht, das dir überhaupt nicht schmeckt, ist der einzige Grund aufzugeben. Kleinigkeiten kannst du verbessern, aber Aromen die dir nicht gefallen, werden dir auch nicht in angenehmerer Form zusagen.

Schmeiß das Rezept weg und such dir ein Neues. Es gibt so viele Rezepte.

Was sind die Vorteile von neuen Rezepten?

Neue Rezepte sind wie ein Schatz. Ich bin auf der Suche nach diesen Juwelen. Oft sind Rezepte unscheinbar, aber nach 2 oder 3 Durchläufen können daraus wahre Schätze werden.

Immer Lust habe ich auch nicht neue Dinge auszuprobieren. Es ist viel Arbeit und deprimierend, wenn erst nach 2 oder 3 Experimenten etwas Gutes auf dem Teller liegt. Die Mühe lohnt sich, wenn du nach vielen Probieren ein Juwel findest.

4 goldene Regeln für Experimente in der Küche

Meine Erfahrung fasse ich kurz in 4 Punkte zusammen, die dir sicherlich helfen:

  • nicht aufgeben.
  • neue Rezepte müssen an deinen Geschmack angepasst werden
  • dokumentiere deine Ergebnisse und schreibe für das nächste Kochen Verbesserungen auf
  • verschwende keine Zeit auf Rezepte, die dir überhaupt nicht schmecken

Finde eine gute Balance zwischen neuen Rezepten und alten Rezepten, die dir schmecken. Zu viele Experimente werden dich in den Wahnsinn treiben. Rezepte auf die du dich verlassen kannst sind Gold wert. Zur Not kombinierst du etwas Neues mit Beilagen, die du kennst. Falls etwas schief geht, steht Plan B bereit.

PS: Teile bitte eine deiner Rezept-Juwelen mit uns in den Kommentaren?

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