Sandwich Klassik

Oh, nein, nicht schon wieder.

Du stehst vor dem Kühlschrank. Nichts, aber auch nichts, sieht interessant aus. Du starrst Minuten in den Kühlschrank. Ohne Erfolg.

Du kennst das Gefühl und du bist nicht alleine.

Das Mittagessen zu kochen geht ohne Probleme und du weißt was du essen möchtest. Das Abendessen ist immer schwierig. Am Ende gibst du dich geschlagen und isst irgendetwas. Leider zu oft die gleichen Dinge. Eine Abwechslung wäre nicht schlecht.

Es gibt etwas, das du kennst, aber nicht in der Vielfalt, die es eigentlich besitzt. Es sind Sandwiches. Und Sandwiches sind nicht nur ein einfach belegtes Brot. Sie sind vielfältig und raffiniert. Du wirst überrascht von Sandwiches sein, die dir ein leckeres Abendessen mit wenig Aufwand bescheren. Du wirst es nicht bereuen.

Wieso die Einfachheit der größte Vorteil ist?

Die Zutaten hast du im Kühlschrank oder diese sind schnell eingekauft. Jeder Supermarkt hat diese Zutaten. Selbst eine Tankstelle in der Nähe kann dir zur Not helfen (bitte, wirklich nur im Notfall).

Noch nicht überzeugt? Lass mich bitte ein paar Vorteile auflisten:

  • Sandwiches sind unheimlich vielfältig von vegetarisch bis fleischig und von würzig bis scharf
  • einfache Sandwiches sind schnell gemacht
  • Sandwiches kann man leicht mitnehmen
  • du kannst viele Reste vom Vortag verwenden in deinem Super-Sandwich
  • Verwende dein Lieblingsbrot
Für mich sind das die wichtigsten Vorteile, wobei ich auch andere Befürworter gerne erwähne.

 

Sandwiches = das Wurstbrot 2.0 ?

Das gute alte Wurstbrot hat meiner Meinung nach ausgedient (Sorry, Jochen Malmsheimer).

Das belegte Brötchen ist die moderne Form des Wurstbrots, eine Evolution der letzten Jahrzehnte, das von morgens bis Abends gerne gegessen wird. Die Zeiten der trostlosen Scheiben Käse auf dem Brötchen sind vorbei. Das typische Ampelsystem (Tomate, Ei, Gurke)  ist der Favorit der Bäckereien und findet auf nahezu allen Brötchen einen Platz. Garniert mit Salat bringt das Brötchen Frische mit und ist nicht trocken, sondern saftig.

Das belegte Brötchen ist ein Sandwich! Wie noch nicht bemerkt?

Typisch Deutsch ist das Brötchen alle Mal. Andere Länder wie Grossbritanien verlassen sich traditionell auf das schlichte Toastbrot, und die Amerikaner bevorzugen Bagels. In Frankreich heißt das Sandwich Baguette und ist weltbekannt. In Italien gibt es eine Variante, die Tramezzino heißt. Die leckere Brotmahlzeit all dieser Kulturen ist seit vielen 100 Jahren Tradition.

Über die Jahre hinweg ist das Sandwich zum Liebling der Snacks geworden. Schaut du dir die Top 5 der beliebtesten Fast-Food-Snacks in Deutschland an, ist es 3 Mal gelistet. Die Variationen der Sandwiches tragen die bekannten Namen: Döner, belegtes Brötchen und Hamburger.

Infografik Top5 der beliebtesten Snacks in Deutschland

Zeit sparen mit Sandwiches ist kein Problem

Einfache Sandwiches sind schnell zubereitet. Ohne Übung bekommst du ein Sandwich in 5-10 Minuten leicht hin. Das ist nicht viel Zeit für ein gutes Abendessen mit frischen Zutaten oder nicht? Und es schmeckt garantiert frisch und lecker.

Falls du auf komplexere oder marinierte Zutaten wie Fleisch nicht verzichten möchtest, dann musst du mindestens 1o Minuten zur Zubereitungszeit hinzufügen. Allerdings ist das Braten einer Zutat nicht kompliziert und das läuft nebenbei ab. Indem du weitere Zutaten parallel verarbeitest wird dir der Mehraufwand nicht zu groß erscheinen.

Vergiss den Blick in den Kühlschrank nicht

Falls du noch Reste vom Vortag hast, versuche diese in dein Sandwich einzubauen. Es ist ein gutes Gefühl nichts wegwerfen zu müssen. So gibst du de Resten vom Vortag eine neue Bestimmung. Du wirst selber überrascht sein, wie sich Zutaten plötzlich anders kombinieren lassen. Nur Mut zu gewagten Experimenten. Ein gutes Beispiel für Reste sind alle Gemüsearten, Salate und Fleischreste wir Braten oder Steaks.

Überlege dir vorher was gut zu den Resten passen kann. Versuche nicht mit aller Gewalt deine Reste in ein Sandwich zu packen. Das wird nicht funktionieren. Baue das Sandwich um die Reste herum auf, nicht umgekehrt.

Tipp: Grillfleisch ist ideal. Beim nächsten Grillen kannst du etwas mehr Fleisch grillen. Absichtlich natürlich. Somit ist das Essen am nächsten Tag im Handumdrehen zubereitet.

Ohne Schnitt kein Sandwich

Der Schnitt ist nicht wichtig, sondern äußerst wichtig. Das traditionelle Toast-Sandwich wird diagonal geschnitten, so das zwei gut aussehende, dreieckige Teile entstehen.

Warum macht man das?

Das Aussehen ist von grosser Bedeutung (Das Auge isst mit. [Eigentlich, ein seltsamer Spruch] ). Der diagonale Schnitt wirkt ansprechender und zeigt dir leicht alle Zutaten des Sandwichs. Es läuft einem das Wasser im Mund zusammen, wenn du die frischen Zutaten und den reichlichen Käse siehst, der gerne herausläuft (siehe Käsetoast).

Die Verteilung von Kruste und dem weichen Brotinneren wird durch den diagonalen Schnitt verbessert. Du kaust nicht lange auf dem trockenen Rand rum. Beim Essen dringst du schnell zum saftigen, würzigen Kern vor.

Wissenschaftliche Untersuchungen (engl.) haben das bestätigt. Unsere amerikanischen Freunde, als Könige des Sandwichs, haben das untersucht. Of course!

Sandwiches brauchen den perfekten diagonalen Schnitt

Warum warten? Wie keine Skills?

Zusammengefasst gibt es gute Gründe, praktische Gründe, um das Sandwich zu probieren.

Es ist:

  • einfach zu machen
  • schnell zu machen (auch ein warmes Sandwich mit Hilfsmitteln)
  • sehr lecker
  • du kannst alles zum Füllen verwenden

Selbst wenn du nicht kochen kannst: Es ist so einfach zu machen, das es keine Ausrede für dich gibt es nicht zu probieren. Jeder kann das. Du brauchst nicht viel Zeit und das Ergebnis wird dich überzeugen. Probiere es heute, morgen oder diese Woche!

 

PS: Was ist dein Lieblings-Sandwich ? Teile es mir in den Kommentaren mit.

PPS: Dies ist die 1. Folge der Sandwich-Serie. In den nächsten Teilen werden ein paar Rezepte genauer betrachtet als Basis für mehr. Es wird das eine oder andere Sandwich geben, das du nicht kennst.

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